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Sinfoniekonzert
Weihnachtsakademie 2000-2001
Samstag, den 6. Januar 2001
Willi-Oppenländer-Halle, Königsbrunn
Sonntag, den 7. Januar 2001
Stadthalle Orlandosaal, Germering
Dienstag, den 9. Januar 2001
Herkulessaal der Residenz, München
José Luis Turina (*1952)
Dos danzas sinfónicas (1996)
Deutsche Erstaufführung
Igor Stravinsky (1882-1971)
Le sacre du printemps (1913) - Die Frühlingsweihe -
Bilder aus dem heidnischen Russland
Gustav Mahler
(1860-1911)
Sinfonie Nr. 1 „Der Titan“
(1889)
Sinfonieorchester concierto
münchen
Musikalische Leitung:
Carlos
Domínguez-Nieto
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| Fernando
Ortiz, der große Alleswisser Cubas, der Ethnologe, Musicologe,
Jurist und Meisterautor, staunte, als er durch die Eingangstür
seiner Stammkneipe in La Havanna plötzlich José María
A. auftauchen sah, einen der wichtigsten Männer der derzeitigen
spanischen Regierung. Ortiz, immer neugierig auf neue Bekanntschaften,
sprang erregt auf und rief: „José María!“
Doch der winkte ab und flüsterte Fernando zu: „Psst!
Ich bin inkognito hier, und nenne mich im Moment Felipe González.
Das schien mir angemessen.“ Ortiz brüllte vor Lachen:
„Für einen konservativen Cuba-Fan bist du ganz schön
gerissen!“ Doch José María ging sofort zur
Tagesordnung über: „Hör zu, ich habe ein Problem,
das nur du, ein Intellektueller, aus der Welt schaffen kannst.
Du weißt dass mir Intellektuelle ein Gräuel sind. Ich
traue ihnen nicht, mit zwei Ausnahmen: Die baskischen Intellektuellen
und eben du. Dein Vorteil ist, dass ich ein paar deiner Bücher
zumindest angelesen habe, und dass du bereits vor 32 Jahren gestorben
bist.“ Fernando Ortiz fühlte sich geschmeichelt. Er
bestellte zwei weitere Mojitos und bestätigte: „Du
hast eine sehr gute Wahl getroffen. Womit kann ich dir helfen,
chico?“ José María kam, wie es seine Art ist,
sofort zur Sache. „Kennst du einen Turina, einen José
Luis?“ Ortiz bejahte. „Weißt du“, José
María fühlte, wie ihm der Rum Stärke verlieh,
„ich soll diesem Turina einen Orden verleihen. So etwas
kommt ständig vor, und Kompo-
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sind mir in Regel völlig egal, vor allem lebende. Doch was
sagt du dazu: Meine Tochter hat es sich in den Kopf gesetzt, Gitarre
zu lernen. Vor zwei Tagen spielt sie mir erstmals ein Stück
vor. Der Titel lautet Monologe des Windes und des Felsen und stammt,
dreimal darfst du raten, von diesem Turina. Und als ich gestern
in meinem Hotelzimmer ankam, spielte der Cubanische Rundfunk Zwei
Sinfonische Tänze, wieder von diesem Turina.“ Ortiz
unterbrach begeistert: „Ich habe die Stücke gehört.
Nicht uninteressant diese Mischung aus impressionistisch-tonalen
und modernen Kompositionstechniken. Unmittelbar eingängig.
Ein gerissener Hund, wie er Vordergründiges mit Anspruch
zusammenbindet. Das müsste für einen Kunstbanausen
wie dich gerade das Richtige sein.“ José María
ging auf diese Provokation nicht ein. Er hatte auf einmal sichtbar
Angst: „Verstehst du nicht? Dreimal treffe ich in drei Tagen
auf denselben, mir völlig unbekannten Komponisten. Ich glaube,
das hat etwas mit euren Religionen zu tun, da steckt sicher ein
orisha-Zauber dahinter...“ Wieder lachte Ortiz schallend
auf, steckte José María eine Fonseca an, und orderte
zwei weitere Mojitos. Nach und nach gelang es dem Cubaner, seinen
neugewonnenen spanischen Freund zu beruhigen. Er erzählte
ausgiebig von den orishas, und brachte José María
in einem Crashkurs die Grundzüge der neueren spanischen Musikgeschichte
bei. Mit Erfolg. Als José María viele Stunden später
sturzbetrunken in sein Hotel wankte, soll er das Walzerthema aus
Turinas Zwei sinfonischen Tänzen gepfiffen haben. Behauptet
zumindest Fernando Ortiz.
Pepe el flojo
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Durch die großartige
Unterstützung des Instituto Cervantes in München ist
die Ausführung dieses Konzertes erst möglich geworden.
concierto münchen e.V. bedankt sich für die herzliche
Unterstützung der Deutschen Mineralbrunnen AG, der Bäckerei
Zöttl, der Spanischen Botschaft in Berlin, des Spanischen
Konsulats in München und von
Delbrück & Co. Privatbankiers.
Ein besonderer Dank gilt unseren Musikern Christoph Günzel,
Joaquim Palet-Sabater und Regina Domínguez-Nieto für
Ihre hervorragende Mitarbeit und allen anderen, die an der Organisation
beteiligt waren.
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